Die Sporadic-E Saison 2026 beginnt
Mit den steigenden Temperaturen beginnt auch wieder die Sporadic-E Saison. Funkamateure und Funkfreunde dürfen sich auf...
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Vom 26. bis 28. Juni 2026 findet die HAM RADIO in Friedrichshafen statt. Auch wenn noch nicht feststeht, ob FUNKR Deutsc...
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Aktuelle Solar-, HF- und Ausbreitungsdaten kompakt ausgewertet.
Aktuell präsentiert sich das Weltraumwetter sehr stabil und ruhig. Mit einem SFI von 101 und einem K-Index von 1 erleben wir geomagnetisch "Very Quiet" (VR QUIET) Bedingungen. Die Kurzwellenausbreitung zeigt sich damit von einer berechenbaren Seite. Während die oberen Bänder (12m/10m) aufgrund der moderaten Sonnenfleckenzahl (40) aktuell etwas schwächeln, bieten die klassischen DX-Bänder 30m bis 20m hervorragende Arbeitsbedingungen. Eine ideale Konstellation für entspanntes DX-ing, QRP-Betrieb und digitale Betriebsarten wie FT8 oder CW.
Das Funkwetter heute wird maßgeblich durch den Solar Flux Index (SFI) und die Sonnenflecken (Sunspot Number) bestimmt. Ein SFI von 101 signalisiert eine moderate Ionisierung der F-Schicht, die für die globale Kommunikation essenziell ist. Die Sonnenflecken liegen bei 40; sie sind die "Motoren" der solaren Strahlung. Höhere Werte führen zu einer stärkeren Ionisierung und damit zu einer höheren MUF (Maximum Usable Frequency). Der Röntgenfluss (B4.5) liegt in einem unkritischen Bereich, sodass wir derzeit keine signifikanten ionosphärischen Störungen durch solare Flares erwarten müssen.
Ein K-Index von 1 in Verbindung mit einem A-Index von 7 ist für Funkamateure ein exzellenter Wert. Während der K-Index das lokale geomagnetische Chaos in einem 3-Stunden-Fenster beschreibt, ist der A-Index der Tagesmittelwert. Ein niedriger A-Index bedeutet, dass das Erdmagnetfeld ruhig ist, was zu einer stabilen Ionosphäre führt. Fading (Schwund) durch magnetische Stürme ist kaum zu erwarten, und das Grundrauschen ist mit S0-S1 extrem niedrig – beste Voraussetzungen für schwache Signale (Weak Signal DX).
Der aktuelle Sonnenwind von 396.2 km/s bewegt sich im Normalbereich. Zusammen mit einem interplanetaren Magnetfeld (IMF) von -2.1 sorgt dies für eine stabile Ausbreitung. Wenn der Sonnenwind deutlich ansteigt, kommt es oft zu Instabilitäten in der E- und F-Schicht. Aktuell können sich Funkamateure jedoch auf eine "saubere" Wellenausbreitung ohne nennenswerte solare Störimpulse verlassen.
Die foF2 (die kritische Frequenz der F2-Schicht) bestimmt, welche Signale bei vertikalem Einfall gerade noch reflektiert werden. Die MUF (Maximum Usable Frequency) ist die höchste Frequenz, die eine Reflektion an der Ionosphäre für eine Funkverbindung über eine bestimmte Distanz ermöglicht. Obwohl aktuell keine spezifischen MUF-Messwerte vorliegen, lässt der SFI von 101 darauf schließen, dass die MUF tagsüber verlässlich den Bereich bis 20m abdeckt, während sie auf den oberen Bändern (12m/10m) oft die für DX notwendige Schwelle unterschreitet.
Angesichts der ruhigen Lage empfiehlt FUNKR Deutschland e. V., sich auf die klassischen DX-Bänder (20m bis 40m) zu konzentrieren. Die Kurzwellenausbreitung ist stabil, was den Einsatz von digitalen Betriebsarten wie FT8 oder FT4 besonders effizient macht, um auch bei geringerer Leistung (QRP) erfolgreich zu sein. SSB-Betrieb ist auf 20m ebenfalls lohnenswert. Nutzen Sie das niedrige Rauschflur-Niveau (S0-S1) aus, um nach seltenen Stationen zu suchen, die normalerweise im Rauschen untergehen würden. Beobachten Sie stets die aktuellen MUF-Werte über Spotting-Netzwerke, um kurzfristige Öffnungen auf den höheren Bändern nicht zu verpassen.
Quelle der Analyse: FUNKR Deutschland e. V. – Ihr Partner für fachlich fundierte Informationen im Amateurfunk.
Historische Funkwetterdaten und Entwicklung der Ausbreitungsbedingungen.