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Funkwetter
Automatischer Funklagebericht

Funklage heute

Aktuelle Solar-, HF- und Ausbreitungsdaten kompakt ausgewertet.

SFI
104
K-Index
3
Sonnenflecken
50
Signal
S2-S3
Bericht

Funkwetter heute: Stabile Bedingungen bei moderater Sonnenaktivität

Der aktuelle Funkwetterbericht von FUNKR Deutschland e. V. zeigt ein stabiles, wenngleich derzeit wenig dynamisches Bild für die Kurzwellenausbreitung. Mit einem Solar Flux Index (SFI) von 104 und einer moderaten Sonnenfleckenzahl von 51 bewegen wir uns in einer Phase der "ruhigen Aktivität". Das geomagnetische Feld präsentiert sich mit einem K-Index von 2 und einem A-Index von 12 in einem sehr freundlichen Zustand für den Funkbetrieb. DX-Verbindungen auf den mittleren Bändern sind gut möglich, während die oberen Kurzwellenbänder aktuell nur eingeschränkte Öffnungen bieten.

Grundlagen der Kurzwellenausbreitung: SFI, K-Index und A-Index

Um die Ausbreitungsbedingungen richtig einzuschätzen, ist das Verständnis der Indizes essenziell:

  • SFI (Solar Flux Index): Dieser Wert misst die solare Radioemission bei 10,7 cm. Er korreliert direkt mit der Ionisierung der F-Schicht. Ein Wert von 104 sorgt für eine moderate MUF (Maximum Usable Frequency), was die unteren und mittleren KW-Bänder stabilisiert.
  • K-Index: Er skaliert die geomagnetischen Störungen. Ein Wert von 2 bedeutet "ruhig". Wir erwarten keine nennenswerten Störungen durch geomagnetische Stürme.
  • A-Index: Er beschreibt die langfristige Stabilität des Magnetfeldes über 24 Stunden. Mit einem Wert von 12 ist das Feld stabil, was für ein geringes QSB (Fading) und eine gute Signalqualität spricht.

Analyse der solaren Parameter und des Magnetfelds

Der Röntgenfluss liegt mit B2.7 im Bereich der Hintergrundstrahlung; solare Flares, die für plötzliche Ionosphären-Dämpfungen (SID) sorgen könnten, sind aktuell nicht zu erwarten. Der Sonnenwind ist mit 373,7 km/s als moderat einzustufen, was in Kombination mit dem interplanetaren Magnetfeld (IMF) von 4,7 nT auf eine sehr ruhige Atmosphäre im erdnahen Raum hindeutet. Der Rauschpegel (S1-S2) ist angenehm niedrig, was den Empfang schwacher Stationen (Weak Signal DX) begünstigt.

Tages- und Nachtausbreitung: Chancen für DX

  • Tagausbreitung: Die 30-m- bis 20-m-Bänder sind aktuell das Rückgrat für weltweite DX-Verbindungen. Hier finden wir die besten Öffnungen. Die 17-m- und 15-m-Bänder zeigen sich wechselhaft ("Mittel"), was gezielte Beobachtungen erfordert. Die oberen Bänder (12 m und 10 m) sind aktuell eher schlecht, da der SFI für eine zuverlässige Reflexion an der F2-Schicht auf diesen Frequenzen zu niedrig ist.
  • Nachtausbreitung: Hier spielen die 80-m- und 40-m-Bänder ihre Stärken aus. In den Abendstunden profitieren wir von der geringen Absorption. Auch die 20-m- und 30-m-Bänder bleiben oft bis spät in die Nacht hinein offen, was sie ideal für den transkontinentalen Verkehr macht.

Bandhinweise für Funkamateure und SWLs

  • 160 m: Ruhige Bedingungen, Fokus auf lokale und regionale Verbindungen; DX nur bei absoluter Dunkelheit und niedrigem lokalen QRM.
  • 80 m / 40 m: Solide Performance. Empfehlung: CW und digitale Betriebsarten wie FT8 für schwache Signale, SSB für regionale Runden.
  • 30 m / 20 m: Die DX-Bänder des Tages. Exzellent für weitreichende Verbindungen. Nutzen Sie FT8 zur Identifikation von Öffnungen, wechseln Sie dann auf SSB oder CW.
  • 17 m / 15 m: Mittlere Ausbreitung. Beobachten Sie den Greyline-Effekt (Tag-Nacht-Grenze), um kurzzeitige DX-Öffnungen nicht zu verpassen.
  • 12 m / 10 m: Aktuell wenig Aktivität. Nur bei sehr guten Ausbreitungsbedingungen (Long-Path oder sporadische Öffnungen) lohnend.
  • VHF / 6 m: Aufgrund fehlender Sporadic-E-Ereignisse und der geringen Sonnenaktivität sind keine Öffnungen zu erwarten. Das Band bleibt vorerst geschlossen.

Hintergrundwissen: foF2 und MUF

Die foF2 (kritische Frequenz der F2-Schicht) bestimmt, bis zu welcher Frequenz Signale bei senkrechtem Einfall reflektiert werden. Die MUF (Maximum Usable Frequency) ist die höchste Frequenz, die für eine Funkverbindung über eine bestimmte Distanz genutzt werden kann. Da uns aktuell keine spezifischen Messwerte vorliegen, ist bei DX-Verbindungen auf den höheren Bändern (15 m - 10 m) Vorsicht geboten; ein "Band-Hopping" zur Identifikation der tatsächlichen Ausbreitung ist ratsam.

Fazit und Empfehlungen für den Betrieb

Die aktuellen Bedingungen bieten hervorragende Möglichkeiten für entspanntes DXing auf den mittleren Bändern. Funkamateure, die gerne FT8 oder FT4 nutzen, werden bei den stabilen Magnetfeldwerten eine hohe Dekodierrate und saubere Signale vorfinden. Für Liebhaber von SSB und CW bietet das niedrige Rauschniveau die perfekte Gelegenheit, auch Stationen mit kleineren Antennenkonfigurationen ins Logbuch zu holen.

Behalten Sie das Funkwetter Deutschland und die internationalen Indizes im Auge, insbesondere um kurzfristige Änderungen des SFI nicht zu verpassen. FUNKR Deutschland e. V. empfiehlt, den Fokus bei aktuellen Bedingungen auf 20 m und 40 m zu legen, da hier die stabilsten und konsistentesten Ergebnisse erzielt werden. Bleiben Sie aktiv, hören Sie gut zu und nutzen Sie die ruhigen Bedingungen für spannende DX-Erfolge!

Generiert aus aktuellen Funkwetterdaten vom 15 Sep 2026 0507 GMT
Author: FUNKR Signal AI
Funkwetter Verlauf

Solar & HF Trends

Historische Funkwetterdaten und Entwicklung der Ausbreitungsbedingungen.

Basierend auf automatisch gespeicherten FUNKR Funkwetterdaten.